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Schulprogramm

aktuelle Fassung (letzte Änderung 23.11.2013)

Vorbemerkungen

Im Mai 1998 beschloss das Kollegium des Katharineums, sich am Pilotprojekt "Schulqualität in Vielfalt" zu beteiligen. In der Beteiligung am Pilotprojekt sahen viele Kollegen und Kolleginnen die Chance, gemeinsame Ziele zu entwickeln und diese - durch die Einbindung in Schulentwicklungsverfahren - effektiver voranzutreiben.

Folgende drei Kriterien sollten laut Ministerium (Nachrichtenblatt 1/98, S. 4) bei der Schulprogrammarbeit berücksichtigt werden:

  1. die Qualifikation der Schülerinnen und Schüler, insbesondere die Förderung von Verstehen und Verständnis
  2. die Persönlichkeitsentwicklung unserer Schülerinnen und Schüler, insbesondere unter den Entwicklungsbedingungen des heutigen Jugendalters
  3. die Vermittlung der nahen und fernen Umwelten mit der schulischen Lebenswelt, insbesondere mit europäischen und internationalen Aspekten.

Bei der Entwicklung von Themenschwerpunkten spielten die o.g. Zielvorgaben an unserer Schule zunächst keine entscheidende Rolle. Jedoch lässt sich unschwer erkennen, dass die meisten der bearbeiteten Themen den vorgegebenen Kriterien entsprechen.

Folgende übergeordnete Leitziele lassen sich für unsere Schule formulieren:

Wir vermitteln fundierte fachliche Bildung u n d legen Wert auf soziale Kompetenzen
Wir legen Wert auf Leistung u n d sind für eine humane Schule.
Wir pflegen Elemente der Tradition u n d sind offen für die Welt der Gegenwart.

Im Spannungsfeld dieser Leitziele bewegt sich die Arbeit in allen Gremien unserer Schule.

Jede Schule hat ein über Jahre bzw. Jahrzehnte gewachsenes Profil, das sich im Unterricht und in vielen außerunterrichtlichen Bereichen ausdrückt, die alle zusammengenommen das Schulleben ausmachen und dazu beitragen, eine Schule in der Öffentlichkeit von einer anderen zu unterscheiden.

Unter Entwicklung verstehen wir die Festlegung von Reformvorhaben und Arbeitsschwerpunkten für die nächsten (2-5) Jahre, wobei die Auswahl der Schwerpunkte sowie die inhaltlichen Konzepte Ergebnis einer systematischen Entwicklung sind und im breiten Konsens, d.h. unter Einbeziehung aller am Schulleben beteiligten Gruppen entwickelt wurden. Dass einzelne Aspekte, mit denen sich unsere Schule auch vor der Erstellung des Schulprogramms schon profiliert hat, nun systematisch in das Schulprogramm eingeflossen sind, ist in diesem Sinne kein Widerspruch, sondern ein gewolltes und sinnvolles Ergebnis unserer Arbeit. Auch wenn das Schulprogramm Ausdruck der beabsichtigten Veränderung der Schule in die Zukunft und der Bereitschaft zur Innovation ist, so muss es doch gleichzeitig an Gewachsenes und Bewährtes anknüpfen.

 

 

Profil

Das Profil des Katharineums trägt folgende Züge:

Leistungsorientierung

An erster Stelle steht der Unterricht mit fachlich orientierter Bildung, Leistungsorientierung und der Vermittlung zentraler Kompetenzen.

Erziehungsintentionen und Kompetenzen

Neben der Förderung der in den Lehrplänen vorgegebenen Kompetenzen werden folgende Schwerpunkte besonders im Hinblick auf die Selbst- und Sozialkompetenzen gesetzt:

  • Einsatz für die Gemeinschaft und Förderung des "Wir"-Gefühls
  • Förderung der Selbständigkeit durch Unterstützung von Schüleraktivitäten
  • Förderung einsichtsvollen Verhaltens und Stärkung der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen
  • Aufklärung über Bedrohungen und Gefährdungen durch umfassende Prävention im Rahmen des Konzepts "Gesunde Schule"
  • Einsicht in die Geschichtlichkeit durch Pege der Tradition
  • Lebensnähe und Einbindung in die Region
  • Bereitschaft zur Weltoffenheit.

Tradition

Der Reformator Bugenhagen erhielt vom Rat der Hansestadt Lübeck den Auftrag, den "frischen Wind" der Reformation in die Mauern der Stadt zu tragen. Seitdem am 19. März 1531 die Schulordnung feierlich eingeweiht wurde, weht ein frischer Wind im Katharineum, das für viele Bereiche des öffentlichen und auch des schulischen Lebens wichtige Impulse gegeben hat.

Die Lebendigkeit dieser langen Bildungstradition zeigt sich auch heute noch in unserem Altsprachlichen Profil mit der Möglichkeit, Latein schon ab der 5. Klasse und Altgriechisch aber der 8. Klasse zu lernen.

Auch praktische Impulse sind in der Vergangenheit vom Katharineum ausgegangen, so z.B. die Einführung der 45-Minuten-Unterrichtsstunde.

Die historisch gewachsene Bedeutung der Schule wird auch durch den Grundriss, den klaren um zwei Binnenhöfe angelegten Aufbau, durch die schönen Gewölberäume und Kreuzgänge erkennbar. Mit der Verbindung zur Katharinenkirche und zur Stadtbibliothek wird eine Gesamtarchitektur deutlich, die nach Alter und Würde ihresgleichen sucht und für die Identikation der Schülerschaft mit ihrer Schule eine große Rolle spielt.

Zu den weiteren Traditionen zählen:

  • der 1882 eingeführte Primanerfünfkampf, der jedes Jahr der sportliche Höhepunkt des Schuljahres ist und dessen Siegerinnen und Sieger auf einer Ehrentafel verewigt werden
  • die 1893 vom 17-jährigen Thomas Mann herausgegebene erste Schülerzeitung Deutschlands: "Der Frühlingssturm"
  • die 1904 ins Leben gerufene Schülerruderriege - eine der größten und ältesten Ruderriegen Deutschlands - und die als erfolgreichste unter den Lübecker Mannschaften von Schülerinnen und Schülern selbständig geführt wird
  • das Lübecker Krippenspiel in Niederdeutsch, das im Jahr 2000 sein 80-jähriges Jubiläum feierte und in der Aegidienkirche und im Heiligen-Geist-Hospital zur Aufführung gelangt und dessen Reinerlös dem Diakonischen Werk zugute kommt
  • Vortragsreihen, z.B. Antike am Katharineum
  • Fördermaßnahmen des Bundes der Freunde.

Zur Traditionspflege gehören auch die Achtung vor der historischen Persönlichkeit und die Wertschätzung der von ihnen erbrachten Leistung. Viele bedeutende Künstler, Literaten, Philosophen, Juristen, Industrielle u.a. haben ihre Prägung am Katharineum erhalten, z.B. Hans Blumenberg, Heinrich Draeger, Theodor Eschenburg, Emanuel Geibel, Heinrich und Thomas Mann (deren Romane - "Professor Unrat" und "Buddenbrooks" - das Katharineum zum Schauplatz haben), Erich Mühsam, Gustav Radbruch, Werner von Siemens und Theodor Storm.

 

Außerunterrichtliche Aktivitäten

Vielfältige Arbeitsgemeinschaften bieten Möglichkeiten, den unterschiedlichsten Interessen nachzugehen. Hier besteht kein unverrückbarer Kanon, das Angebot an Arbeitsgemeinschaften hängt ab von Vorschlägen, Interessen und der Bereitschaft, eine Arbeitsgemeinschaft zu leiten. Folgende Arbeitsgemeinschaften konnten bzw. können angewählt werden:

  • Tischtennis
  • Volleyball
  • Basketball
  • Handball
  • Rudern
  • Selbstverteidigung
  • Schach
  • Werken
  • Tierpege
  • Technik
  • Chemie
  • Peer to Peer
  • Computer - Unterstufe.

Besonderen Raum nimmt die Förderung der musikalischen Talente und Aktivitäten ein. Schülerinnen und Schüler können sich entscheiden für die Mitarbeit in:

  • Vororchester
  • Schulorchester
  • Musical-/Theater-AG - kleiner Chor/Unterstufe
  • Musical-/Theater-AG - großer Chor/Oberstufe
  • Jazz-Band.

Verbindung von Unterricht und Lebenswelt in Projekten

Viele Unterrichtsvorhaben beziehen die Region ein und fördern die Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft. So hat eine Arbeitsgemeinschaft eine Untersuchung im Auftrag der Lübecker Kaufmannschaft durchgeführt und die Vermarktung von stadtgeographischen Untersuchungen betrieben. Andere Vorhaben - wie Gewässeruntersuchungen im Rahmen des Comenius-Projekts - wurden mit anderen Schulen unter Einbeziehung neuer Medien umgesetzt.

Weitere Projekte/Vorhaben sind:

  • Durchführung eines Wirtschaftspraktikums
  • Zusammenarbeit mit dem BIZ
  • Teilnahme am Börsenspiel
  • Durchführung einer Wirtschaftswochen - AG in Kooperation mit der Arbeitgebervereinigung Lübeck/Schwerin e.V. (Unternehmensplanspiel)
  • Durchführung eines einwöchigen Europa-Praktikums in Brüssel.

Soziale Verantwortung

Ein allen gemeinsames Anliegen ist das Bemühen um Toleranz und Humanität, die Fähigkeit, die Ansichten anderer ebenso zu achten, wie die Absicht, sich selbst einzusetzen, und die Bereitschaft, andere zu unterstützen. Zur Förderung der damit verbundenen Sozial- und Selbstkompetenzen bestehen am Katharineum folgende Einrichtungen:

  • Katharina-Stiftung und Verleihung des Katharina-Preises an solche Schülerinnen und Schüler, die sich für Toleranz und Förderung der Gemeinschaft eingesetzt haben
  • Unterstützung der Aktion "Brot für die Welt" über den Reinerlös aus dem Lübecker Krippenspiel
  • Unterstützung des Projektes "Förderung Shri Lankanischer Schulkinder" über den Reinerlös des jährlichen November-Basars
  • Förderung von Leistung und Engagement durch Preise im Rahmen der Abiturientenentlassungsfeier
  • Tutorensystem für die jüngeren Schüler und Schülerinnen zur Erleichterung des Übergangs auf die weiterführende Schule
  • Arbeitskreis Schulzeitung als Zusammenarbeit von Schulleitung, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern
  • Produktion des jährlichen Fotojahrbuchs "Who is who?" durch Schülerinnen und Schüler
  • schülerverwaltete Schülerbücherei
  • Elterninitiative "Eltern unterstützen ihre Schule"
  • Projekt "fit buy sit" zur Anschaffung ergonomischer Sitz- und Arbeitsmöbel
  • Selbstbehauptungsprogramm für Mädchen
  • Selbstverteidigungskurse für Jungen und Mädchen
  • Mülltrennung und Energiesparmaßnahmen als Ausdruck gesellschaftlicher und zukunftsorientierter Verantwortung.

Kommunikation und Kontakte

Zur Unterstützung weltoffenen Verhaltens und zur Förderung der Bereitschaft, Kontakte mit anderen aufzunehmen und zu kommunizieren, bestehen folgende Einrichtungen:

  • Schüleraustausch mit Udine (Italien)
  • Austausch mit Kirkland (USA)
  • Partnerschaft mit Apenrade (Dänemark), Wismar und Heide
  • Kontakte mit La Roche sur Yon (Frankreich)
  • Kooperation mit der benachbarten Ernestinenschule.

Feiern, Feste, Veranstaltungen im Schulcurriculum

Neben Aktivitäten, die sich aus dem eigentlichen Auftrag der Schule ergeben, z.B. den Bundesjugendspielen, Schwimmwettbewerben, Teilnahme an Regatten, Auswahlspielen u.a. werden folgende Veranstaltungen, Feste und Feiern durchgeführt:

  • Novemberbasar zur Unterstützung des Shri Lankanischen Schulvereins
  • Verleihung des Katharina-Preises
  • Krippenspiel
  • Pensionärskaffee
  • Weihnachtsgottesdienst
  • Klosterfest - Ende Februar/Anfang März
  • Abiturientenentlassung mit Preisverleihungen und Auszeichnungen und einem Gottesdienst am Vorabend
  • Treffen der Ehemaligen
  • Primanerfünfkampf und andere Sportfeste
  • Schulkonzerte und Musicalafführungen
  • Sommerfest zum Abschluß des Schuljahres (alle zwei Jahre)

 

 

Entwicklung

Das Programm des Katharineums umfasst die folgenden sechs Schwerpunkte:

A. Prävention

Leitsatz
Um unsere Schüler und Schülerinnen zu stärken, haben wir von der Unterstufe bis zum Ende der Mittelstufe verschiedene Präventionsmaßnahmen als feste Bestandteile unserer pädagogischen Arbeit im Schulprogramm. Es weist jetzt folgende Angebote auf, die in dieser Form bindend sind und immer wiederkehrend stattfinden.

Jahrgang

Programm

Kosten

Durchführung

Ansprechpartner

5. Jahrgang

Mobbingprävention:

Klassenregeln, Gesprächsregeln, Lions' Quest

Keine

Klassenleitung,

Religion

5. Jahrgang

Mobbingprävention:

Fachtag „Soziales Lernen"

Eltern und Kulturmark

Klassenleitung

6. Jahrgang

Ich-Stärkung:

Lions' Quest

Keine

Religion

6. Jahrgang

Drogenprävention:

Programm „Be smart"

Keine

Biologie

6./7. Jahrgang

Essstörungen:
Thema Magersucht im Rahmen der UE „Pubertät"

Keine

Religion

7. Jahrgang

Drogenprävention:
Unterrichtseinheit, externer Referent oder Lions' Quest

Keine

(AOK)

Religion

7./8. Jahrgang

Drogenprävention:
Rundgang Gesundheitsamt - Polizei - Drogenhilfe

Keine

Beratungslehrk.

Klassenleitung

8. Jahrgang

Sexualpädagogik:
Mitarbeiter von pro familia

Keine

(AOK)

Beratungslehrk.

9. Jahrgang

Umgang mit Stress:
externe Referenten (SNAKE)

Keine

(Techniker)

Beratungslehrk.

8.+9. Jahrgang

Ausbildung zum Konfliktlotsen
(ab Schuljahr 2011/12)

 

Beratungslehrk.

 

Beratung in akuten Fällen: Beratungslehrkräfte und Sozialarbeit

Evaluation
Selbstverständlich wird jede Maßnahme nach ihrer Durchführung sorgfältig evaluiert und gegebenenfalls verändert, so dass eine optimale Begleitung der Schüler und Schülerinnen möglich wird.

 

B. Informationstechnologie

Leitsatz
Wir fördern die Ausbildung in und mit moderner Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT).

Konzept
Fragen des pädagogischen Nutzens sollen in Zukunft mehr Gewicht gegenüber der Ausstattungsproblematik haben. Auch soll mehr Augenmerk auf verwaltungstechnische Vereinfachungen durch den Einsatz von IKT gerichtet werden.

Status
Das Arbeiten mit Computern gehört zum Alltag im Katharineum. Für den Unterricht stehen der Computerraum (16 Plätze), der Erdkunderaum (6 Plätze), sechs Räume mit fest installiertem Rechner und Beamer sowie acht Notebooks und zwei "mobile" Beamer zur Verfügung. Darüber hinaus können im Internet-Café sechs Plätze genutzt werden. Im Sekretariatsvorraum sowie in den Räumen 105 und 118 sind Terminals installiert. In der Verwaltung und im Lehrerarbeitsbereich gibt es 19 Arbeitsplätze, die sich auf ein internes und ein an das Internet angeschlossenes Netz verteilen. Das System wird von einer Schüler AG in Kooperation mit einem Lehrer gewartet, erneuert und erweitert.

Exemplarisch für den vielfältigen Einsatz der Computer im Unterricht können folgende Punkte genannt werden:

  • Internetrecherchen und Auswertungen in verschiedenen Fächern
  • Erstellung von Präsentationen und Texten im Rahmen von Fachreferaten
  • Informations- und kommunikationstechnische Grundbildung (IKTG) für den 7. Jahrgang
  • Arbeiten mit einer Tabellenkalkulation sowie Erstellen geometrischer Konstruktionen im Mathematikunterricht
  • Auswertung von Umfragen und Anwendung eines Geograpischen Informationssytems (GIS) im Erdkundeunterricht
  • Programmierprojekte und Datenbankerstellung im Informatikunterricht (11.-13. Jahrgang)
  • Statistische Auswertungen einer zweijährigen Messreihe im Hydrologie-Projekt mit der Universität Kiel

Das Internet-Portal der Schule ist keine statische Homepage sondern dient unterschiedlichen Anwendungen

  • Außendarstellung für Besucher
  • Interner und öffentlicher Terminkalender
  • Datenspeicher für Benutzer
  • Bereitstellung von Arbeitsaufträgen und Unterrichtsmaterial
  • Sammlung von Nachrichten, Mitteilungen und Protokollen
  • Klausurenplan der Oberstufe

Welche Ziele sollen in den kommenden zwei Jahren erreicht werden?

  • Erarbeitung von Standards für die Durchführung und Bewertung von Internetrecherchen und Präsentationen
  • Erarbeitung von Gliederungen für die Bereitstellung von Unterrichtsmaterial im Internet-Portal
  • Bereitstellung eines Reservierungssystems für Räume und Geräte über das Internet-Portal
  • Erweiterung der Nutzungsmöglichkeiten durch einen mobilen Computerraum im Hauptgebäude
  • Erweiterung der Nutzungsmöglichkeiten durch zusätzliche Arbeitsplätze in Arbeitsnischen oder Klassenräumen (Gewährleistung von Arbeitsmöglichkeiten außerhalb der Unterrichtszeit)

Evaluation 2009
Sind die Ziele erreicht worden? Eine Schüler- und Lehrerbefragung zum Einsatz des Computers soll Aufschluss geben über Umfang und Intensität der Nutzung des Mediums sowie über Schwachstellen und Möglichkeiten der Entwicklung.

 

C. Pädagogische Konzepte für die Mittelstufe

Leitsätze
Wir fördern eine gute fachliche Ausbildung und selbständiges Arbeiten unter Berücksichtigung des Leistungsgedankens und des Erwerbs von sozialen Kompetenzen. Wir erzielen einen Konsens über Erziehungsziele und realisieren diese mit Hilfe eines klaren Bezugs- und Ordnungsrahmens.

Konzept

Ausgangssituation
Die Abgrenzung zwischen Kindes- und Jugendalter verläuft psychologisch entlang der Geschlechtsreife und einer sich verstärkenden Identitätsentwicklung. Soziologisch kommt es zum Hineinwachsen in gesellschaftliche Rollenbilder und zu einer ersten Annäherung an eine zukünftige berufliche Standortfindung.

Realisierte Maßnahmen zur Umsetzung der Leitsätze

Klassenstufe 7/9/10: Projekte zur Entwicklung der Selbstwahrnehmung und -behauptung zur Stärkung des Selbstbewußtseins

Klassenstufe 8: Projekte zum Erwerb sozialer Kompetenzen durch die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Formen von Gewalt

Klassenstufe 10: Projekttage zur Berufsorientierung

Geplante Maßnahmen zur Umsetzung der Leitsätze

Durchführung einer Teamkonferenz Mittelstufe zur Feststellung der häugsten Übertretungen des schulisch festgelegten Ordnungsrahmens und die Festlegung von Maßnahmen bei Regelüberschreitungen, Vorlage und Abstimmung der Arbeitsergebnisse durch die schulischen Gremien.

Evaluation
Bei den geplanten Maßnahmen liegt die Evaluation in der tatsächlichen Durchführung der Maßnahmen. Bei den bereits laufenden Maßnahmen liegt die Evaluation in der Einschätzung der Schülerinnen und Schüler, die diese Maßnahmen bzw. Veranstaltungen als für sich sinnvoll erachten und eine Weiterführung bzw. Wiederholung befürworten oder nicht.

 

D. Pädagogische Konzepte in der Orientierungsstufe

Leitsätze
Wir fördern in der Orientierungsstufe eigenverantwortliches Handeln der Schülerinnen und Schüler, um sie zum selbständigen Umgang mit fachlichen Inhalten zu befähigen, und wir ver- stärken Verhaltensweisen, die sich positiv auf das Leben und die Arbeit in der Gruppe auswirken.

Konzept

  1. Konkretisierung der einzelnen Ziele
    1. Selbständiger Umgang mit fachlichen Inhalten durch
      • Methodenlernen 10
      • Teamarbeit
    2. Einübung sozialer Verhaltensweisen durch
      • Akzeptanz und Einhaltung des schulischen Ordnungsrahmens
      • Übernahme von Verantwortung
      • Förderung von Strategien zur Koniktvermeidung
      • Förderung der Teamfähigkeit
  2. Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele
    1. Die Schüler lernen,
      • Informationen zu beschaffen, zu ordnen und zu bearbeiten,
      • sich die Arbeit allein, zu zweit oder in Gruppen einzuteilen,
      • die Ergebnisse ihrer Arbeit zu präsentieren und kritisch zu überprüfen.
    2. Dem sozialen Lernen dienen:
      • Klassenlehrertage zu Beginn des 5. Schuljahrs,
      • die stufengerechte Gestaltung der Klassenräume,
      • die Festlegung von Regeln und Ritualen,
      • die Durchführung spezieller Programme zum sozialen Lernen und zur Gewaltprävention und entsprechende Fortbildung für Lehrkräfte.

Evaluation
Über die Maßnahmen, die zur Erreichung dieser Ziele durchgeführt werden sollen, finden zu Beginn des Schuljahrs Absprachen in den Klassenkollegien der Orientierungsstufe statt. Dabei können sich die Kolleginnen und Kollegen auf einen offenen Katalog von Maßnahmen stützen, der von Lehrkräften der Orientierungsstufe erarbeitet wurde. Am Ende jeden Halbjahres ndet in Verbindung mit der Zeugniskonferenz in den Klassenkollegien eine Evaluation der Ziele und Maßnahmen statt.

 

E. Gebäude

Leitsatz
Wir wollen einen Beitrag zur Verbesserung des Schulklimas leisten, indem wir das Gebäude renovieren, entrümpeln, optisch beruhigen und die historischen Elemente pflegen.

Konzept

Stellenwert des Schulgebäudes
Wenig beeinflußt die Atmosphäre einer Schule so sehr wie die Räumlichkeiten. Das Katharineum ist durch ein historisches Gebäude privilegiert, in dem die lange Tradition der Schule sinnlichen Ausdruck ndet und in dem die Verankerung der Gegenwart in der Geschichte täglich erfahren werden kann.

Ausgangssituation

  1. Das Katharineum ist einerseits ein Gebrauchs-Gebäude, das den Anforderungen des täglichen Schulbetriebs und des Schullebens gerecht werden muss, andererseits sind einzelne Partien historische Sehenswürdigkeiten, die einen besonders sensiblen Umgang wünschenswert scheinen lassen. Beides lässt sich nicht immer reibungslos zur Deckung bringen. Derzeit wird aber auf die historischen Elemente so gut wie keine Rücksicht genommen, auch wo es ohne Abstrich an der Funktionsfähigkeit der Schule möglich wäre.
  2. Das Gebäude des Katharineums stellt ein Konglomerat verschiedenster Stile dar. Eine Vereinheitlichung ist kaum zu erreichen, auch macht die Stilvielfalt einen Teil des Charmes unserer Schule aus. Trotzdem wäre es wünschenswert, wenn einige unpassende Ausstattungs-Elemente beseitigt werden könnten und wenn es bei Neugestaltungen/Neuanschaffungen eine bessere Abstimmung mit dem bereits Vorhandenen gäbe.
  3. Einige Ecken unserer Schule sind mit Gerümpel vollgestellt, viele Wände plan- und lieblos behängt und seit langem nicht mehr gestrichen.
Grundkonzept
Zu 1.: Die historischen Teile des Gebäudes und die für die Repräsentation wichtigen sollen in einen würdigeren Zustand versetzt werden (zu Einzelheiten siehe die Protokolle der Gebäudebegehungen).
Zu 2.: Grundsätzliches siehe oben, Einzelheiten siehe die Begehungsprotokolle.
Zu 3.: Das Prinzip sollte sein: Nur das wird dauerhaft aufgehängt oder hingestellt, was eine dauerhafte Funktion hat und den Gesamteindruck nicht über Gebühr belastet (zu Einzelheiten siehe die Begehungsprotokolle).
Pädagogisches

Bei der Instandsetzung und Wartung unseres Gebäudes handelt es sich nicht allein um eine ästhetische Frage. Die Schüler sollen lernen, dass sie selbst für ihre Umgebung verantwortlich sind und zu einem sorgsamen Umgang mit Dingen angeleitet werden. Eine gepegte Atmosphäre fördert den rücksichtsvollen Umgang miteinander und lässt auch den schulischen Druck leichter ertragen. Mit der Pege der Schule nutzen wir eine wichtige erzieherische Möglichkeit. Wir nutzen auch die Möglichkeit, durch planvolle Gestaltung die Geschichte unseres Gebäudes und die Tradition unserer Schule als prägende Momente im Bewusstsein der Schüler zu verankern.

Die Instandhaltung des Katharineums setzt auch bei uns große Disziplin und Verantwortungs-bewusstsein voraus. Es ist aus nanziellen Gründen wohl ohnedies nötig, aber auch durchaus begrüßenswert, wenn möglichst viele Arbeiten von uns selbst und von den Schülern und Eltern ausgeführt werden. Dies stärkt die Identikation mit dem Gebäude, motiviert zu schonendem Umgang mit Möbeln und Wänden, vermittelt gewisse handwerkliche Grundfertigkeiten und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl der beteiligten Gruppen bzw. Einzelnen.
Zwei-Jahres-Plan
Innerhalb von zwei Jahren (bis Sommer 2001) erfährt das gesamte Gebäude (d.h. die öentlich zugänglichen Teile) in Absprache mit dem Hochbauamt der Hansestadt Lübeck (Bereich Schule/Sport) und in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden städtischen Haushaltsmittel eine Grundrenovierung (zu den Einzelheiten siehe die Begehungsprotokolle). Im Lauf der beiden Jahre soll auch ein Konzept für die Gestaltung der Klassenräume erstellt werden, auch für die Fachräume, sofern die Fachschaften Bedarf daran sehen.
Wartung
Mit einer einmaligen Renovierung ist es nicht getan. Es muss Zuständige für bestimmte Abschnitte unseres Gebäudes geben, die darauf achten, dass die Gänge und Räume nicht wieder vermüllen, es müssen regelmäßig Aufräumaktionen und Ausbesserungsarbeiten stattnden. Insbesondere müssen die Schülerinnen und Schüler ständig zum peglichen Umgang mit der Einrichtung angehalten werden, ein Putzdienst der Klassen soll organisiert werden.
Gebäudekonferenz
Es wird eine "Gebäudekonferenz" eingerichtet. Auf ihr kommen ein- bis zweimal im Schuljahr die zuständigen Mitglieder der Schulleitung, alle interessierten Kolleginnen und Kollegen, der Hausmeister, Vertreter der SV und des Elternbeirats zusammen, stellen die für das Jahr geplanten Bau- und Renovierungsarbeiten vor, diskutieren und koordinieren sie.

Das Kollegium akzeptierte die Leitideen und die Einrichtung der Gebäudekonferenz. Solche Konferenzen fanden seitdem mehrfach statt, es wurden Ideen gesammelt, Beschlüsse gefällt und für die Umsetzung gesorgt.

Evaluation
An eine Evaluation wird man am Ende des Jahres 2001 denken können, wenn die wichtigsten Vorhaben voraussichtlich verwirklicht sein werden. Die Evaluation muss einmal erfassen, welche der geplanten Maßnahmen durchgeführt worden sind und welche nicht. Darüber hinaus muss sie durch das Sammeln informeller Rückmeldungen und eventuell einen Fragebogen ermitteln, ob Kollegium und Schülerschaft die Veränderungen begrüßen.

F. Außerunterrichtliche Aktivitäten

Leitsätze
Außerunterrichtliche Aktivitäten stellen eine wertvolle Ergänzung zum Unterricht dar. Sie stärken Selbst- und Sozialkompetenz. Sie werden organisatorisch sinnvoll in das Schuljahr integriert.
Konzept
  1. Die bisherigen Schwerpunkte der außerunterrichtlichen Aktivitäten werden erhalten und ausgebaut. Zu diesen Schwerpunkten zählen u.a.: a) der musische b) der sportliche c) der soziale und d) der naturwissenschaftliche Bereich.
  2. Nach Maßgabe der schulischen Möglichkeiten werden zumindest zwei weitere Schwerpunkte auf- bzw. ausgebaut:
    a) moderne Fremdsprachen b) Schüleraustausch mit einer französischen Schule.
  3. Das Angebot an außerunterrichtlichen Aktivitäten ist
    a) vielfältig, anspruchsvoll und attraktiv und
    b) auf die Interessenlage der Schüler der Sekundarstufe I und II abgestimmt.
  4. a) Bei der Aufstellung und Realisierung des jährlichen Angebots an außerunterrichtlichen Aktivitäten kommt es zu einer Zusammenarbeit zwischen interessierten Eltern, Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften.
    b) Schülerinnen und Schüler, die eine außerunterrichtliche Aktivität leiten, erhalten, wenn sie es wünschen, eine fachliche und persönliche Unterstützung von Lehrkräften.
  5. Veranstaltungen wie Theater- und Musikfreizeiten, Probentermine und Aufführungen sollen terminlich und organisatorisch so gelegt werden, dass sich die Veranstaltungen auf den normalen Unterricht möglichst gering auswirken.
  6. Die außerunterrichtlichen Aktivitäten koordiniert eine vom Schulleiter bestimmte Lehrkraft.
Evaluation
  1. durch Anwahl und Freiwilligkeit
  2. durch verschiedene Formen der öffentlichen Präsentation (z.B. Teilnahme an Wettkämpfen, Aufführungen, Ausstellungen, Besuche der Partnerschule)

 

Ausblick

Es ist leicht zu erkennen, wieviel Engagement besonders auf Seiten vieler Kollegen und Kolleginnen die Umsetzung des oben dargelegten Programms erfordert.

Seit Jahren verfügt jedes Gymnasium über einen Pool von 15 AG-Stunden, der in der Vergangenheit immer wieder zu Verteilungskämpfen zwischen den Fachschaften einerseits und/oder zur besonderen Belastung einzelner Lehrkräfte führte. Um Kontinuität, Vielfalt und Qualität von schulischen Angeboten, insbesondere auch von außerunterrichtlichen Aktivitäten sicherstellen zu können, hat das Kollegium den Schulleiter gebeten, sich gegenüber dem Ministerium für eine deutliche Erhöhung des Stundenpools am Katharineum einzusetzen.

Die Arbeit am hier vorgelegten Schulprogramm hat jedoch über verständliche Forderungen an das Ministerium hinaus eine Fülle von Anregungen, Plänen und praktischen Verbesserungen hervorgebracht und diverse Reformvorhaben auf den Weg gebracht. Die Schule wird sich daran messen lassen, inwieweit die Durchsetzung der beschlossenen Ziele auch gelingt, wobei wir allerdings betonen, dass die Evaluation der einzelnen Teile unseres Arbeitsprogramms, d.h. die Konzepte selbst sowie die Praktikabilität der beschlossenen Maßnahmen erst noch erfolgen muss.

Kein Programm wird für die Ewigkeit geschrieben, und kritische Reflexion und Diskussion über das hier vorgelegte Programm sind nicht nur wünschenswert, sondern auch nötig, da unsere Schule sich nur so weiterentwickeln wird.

 

Anhang: Vorhaben von Arbeitsgruppen und Fachschaften